Urlaub in Montenegro - mehr als nur Strand & Meer!

by - 12:27:00

Ich habe gerade einen ziemlichen Schrecken bekommen, als ich gesehen habe, wie viel Zeit seit meinem letzten Artikel vergangen ist... Ich wurde diesbezüglich auch einige Male angeschrieben, da es tatsächlich liebe LeserInnen gibt, die wirklich sich Sorgen gemacht haben, ich danke Euch!

Es ist alles in Ordnung, ich nehme mir ja mittlerweile seit ein paar Jahren im Sommer eine sehr lange Auszeit und bin im Urlaub auf großer Sommmertour. Und wenn ich wieder da bin, lasse ich erst einmal alles ganz langsam angehen, genieße die Zeit, den Sommer, meine Ausflüge, Städtereisen und Treffen mit Freunden.

Wie in den Vorjahren ging es auch in diesem Jahr im Urlaub in Richtung Balkan, das Ziel war Montenegro. Was in diesem Jahr mal ganz anders war: Ich habe mich nicht mit meiner Familie ins Auto gesetzt, um von Serbien nach Montenegro zu düsen, sondern in den Zug. Und das für sich war schon ein Erlebnis mit einer Wahnsinns-Aussicht, aber dazu später mehr.

Ehemaliges Fischerdorf Sveti Stefan - heute ein Luxus Resort



Insgesamt haben wir fünf Wochen auf dem Balkan verbracht - die Heimat meiner Eltern, außerdem leben dort auch sehr viele Verwandte.

Wieder eine Reise back to the roots kreuz und quer durch verschiedene Länder mit meinen drei Kids an Bord. Es war Entspannung und Erholung pur und ich habe jede einzelne Minute genossen.


Der Startschuss in den Urlaub:


Gestartet sind wir in Hamburg und unser erstes Ziel war wie im letzten das Städtchen Vrbas in Nordserbien in der Provinz Vojvodina, wo mein Vater ursprünglich herkommt und meine Eltern ein Haus besitzen. Das ist unsere Basis, wo wir erst einmal ankommen, entspannen und einfach nichts tun oder eher das, wonach uns gerade ist.

In der Umgebung haben wir so ziemlich alles, was das Herz begehrt - Badeseen, Schwimmbäder, Flüsse, Stadien, Sportzentren, Parks, Ethno Dörfer, wo man richtig gut essen kann und vieles regional und nach alter Tradition hergestellt wird. Es gibt sehr viele Ausflugsziele, gerade für Kinder. 


Außerdem ist die Sommerzeit Festivalzeit, zum Beispiel findet jährlich das bekannte EXIT Festival bei uns um die Ecke in Novi Sad statt. Das Line Up der Künstler dort ist jedes Jahr beeindruckend, die Kulisse noch viel mehr. Das Ganze findet nämlich statt in der Festung Petrovaradin aus dem 18. Jahrhundert.


Innenstadt von Novi Sad


Wir haben den Urlaub in vollen Zügen genossen, ganz ohne Zwänge, dem permanenten Blick zur Uhr oder Stress.

Morgens haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, erst einmal gemeinsam im Pool zu entspannen und abzukühlen, den mein Vater hinter dem Haus aufgebaut hat. Und danach konnte der Tag starten.

Meine Kinder haben sehr viel Sport gemacht und sind immer gegen Abend zum Basketballplatz um die Ecke verschwunden oder der Basketballkorb im Garten wurde fleißig genutzt.



     


Auf nach Montenegro:


Ein paar Tage später haben wir uns dann auf den Weg nach Montenegro gemacht - eigentlich sind es nur ungefähr 600 Kilometer, durch die Fahrt durch Serpentinen und Canyons in den Bergen ist man aber locker 10 Stunden unterwegs. Und da ich in diesem Jahr völlig alleine mit dem Auto losgefahren bin und keinen zweiten Fahrer an Bord hatte, habe ich mich für den Zug entschieden.

Dieser fährt von Belgrad (Serbien) bis nach Bar in Montenegro und man ist gut 11 Stunden unterwegs. Und auch wenn die Züge nicht unbedingt neuesten Standards entsprechen bin ich immer noch völlig begeistert von der Fahrt. 

Zug Belgrade - Bar

Mit im Zug waren übrigens viele Touristen und Backpacker aus der ganzen Welt, da diese Strecke berühmt ist für den phänomenalen und einzigartigen Ausblick. 

Die Strecke Belgrad-Bar gilt als eine der spektakulärsten in ganz Europa. Man fährt in Montenegro teilweise in einer Höhe von über 1000 Metern und passiert zum Beispiel die Canyons der Flüsse Tara und Moraca mit einem atemberaubenden Ausblick.


Das Foto ist auf der Zugfahrt entstanden, daher ist es etwas verwackelt. Zumal wir da in einer Wahnsinns Höhe dort vorbeigerattert sind und ich arge Bedenken hatte, mich weiter hinaus zu lehnen.

Wie Ihr sehr verläuft dort unten die Straße, die ich schon bislang als extrem hoch empfunden habe, wenn ich mit dem Auto unterwegs war. Der Abhang ist schon beängstigend, aber überhaupt kein Vergleich zu der Höhe, in der der Zug dort fährt!

Meine Kinder im Bordrestaurant mit bester Aussicht


Wir sind da - hello Montenegro:


Und dann waren wir irgendwann da, ich bin jedes Mal wieder glücklich in Montenegro anzukommen. Als erstes haben wir unser Gepäck an der Rezeption geparkt und uns sofort auf die Terrasse mit wunderschönem Blick aufs Meer gesetzt und die montenegrinische Küche genossen. Die ist übrigens sehr vielfältig, abwechslungsreich und lecker. 

Montenegro bietet eine sehr breit gefächerte Küche, das Spektrum reicht von typischen Balkan Spezialitäten, Gemüse, Salaten über Pasta bis hin zu einem riesigen Angebot an Fischspezialitäten und Meeresfrüchten. Das Ganze ist typisch mediterran.








Unser Appartement lag direkt am Strand und da ich in diesem Jahr mit meinen Eltern und Kindern in Montenegro war, habe ich ein großes Appartement für uns alle gemietet. Wir hatten ein Penthouse mit einem phänomenalen Ausblick.

So konnten wir unseren Urlaub völlig frei von Uhrzeiten und Zwängen verbringen - wir sind zum Strand, wenn wir Lust dazu hatten, haben gegessen, wann immer uns danach war und wer sich zurück ziehen wollte zum Ausruhen, war in zwei Minuten im Zimmer. Alles, was man so benötigt, befindet sich in der näheren Umgebung, ob Restaurants, kleine Shops, Essen und Trinken to go und die Läden haben bis nach Mitternacht geöffnet.

Im Hotel und mit fest gebuchter Verpflegung wäre ein so entspannter Urlaub für uns nicht möglich gewesen. Ich habe ich mich immer über die festen Essenszeiten, vollen Restaurants, den Massenandrang am Buffet, Stress an den Liegen, teilweise doch sehr weiten Wege vom Strand ins Hotelzimmer und tausend anderen Dingen geärgert. Gerade die Kids konnten da nicht mal eben kurz zum Zimmer gehen....Außerdem verbringt man dann auch doch wieder fast die gesamte Zeit innerhalb der Hotelanlage, vor allem, wenn man die Verpflegung schon mitgebucht hat....

Es ist zwar letztlich teurer so einen individuellen Urlaub zusammen zu stellen und bedarf etwas mehr Planung, als einen Pauschalurlaub zu buchen, aber das ist es mir allemal wert. Wir zahlen alles einzeln - zum Beispiel Anreise, das Hotel, die Fahrten im Landesinneren, Liegen & Sonnenschirme oder die Verpflegung. Wenn wir jeden Tag zwei Mal mit gesamter Mannschaft essen gehen, kommt schon so einiges zusammen.

Unser Strand in Dobra Voda:


Vorteil für uns war ganz klar, dass wir völlig frei in der Tagesplanung waren, da der Strand direkt vor unserer Tür lag. Wir waren am Strand Veliki Pijesak (Großer Sand) im Örtchen Dobra Voda, das zur Stadt Bar gehört. So waren wir zwar sehr viel dort, sind daneben aber auch viel durch ganz Montenegro gefahren, um möglichst viel zu sehen.

Der Strand besteht teils aus Sand, teils aus Kiesel und Richtung Wasser gibt es auch größere Steine.

Meine Kids suchen ihr Wasserball Team :)

Unser Hotel:

Ich habe mich auf den ersten Blick vor zwei Jahren in das kleine, aber feine Hotel Val verliebt. Das Ganze ist vor drei Jahren erbaut, verfügt über Rezeption, vier Stockwerke, ein Restaurant und super nette Gastgeber und Personal. Die Zimmer sind alle geräumig und toll eingerichtet. Da das Hotel wirklich direkt am Strand liegt, hat man zu jeder Zeit einen traumhaften Ausblick vom Balkon. In diesem Jahr haben wir das Penthouse bezogen und der Ausblick von dort war nicht zu toppen.

Erster Kaffee am Morgen



Wir haben bis spät abends dort gemeinsam gesessen und es einfach nur genossen.


Sonnenuntergang von unserer Dachterrasse:




Entspannung mit einem Glas Wein und meinem Buch


Die Stadt Bar:


Dort war wieder Familienbesuch angesagt, wir haben meine Cousine und Familie besucht. Bar befindet sich ebenfalls im Süden Montenegros ein paar Kilometer von Dobra Voda entfernt und hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich.

Hier haben wir wieder vieles besichtigt, und wieder Neues entdeckt, obwohl wir auch letztes Jahr hier waren, daher verschone ich Euch einfach mal mit den gleichen Bildern. Die Kirche musste ich aber einfach wieder fotografieren :)
Kirche Heiliger Jovan Vladimir





Aktivitäten in Montenegro:


Sport: Jetskis werden so ziemlich überall an der Küste Montenegros vermietet und die Kids hatten richtig Spaß dabei. Darüber hinaus gibt es viele weitere Aktivitäten wie zum Beispiel Spielburgen im Wasser, Tretboote, Paragliding, Kreuzfahrten und vieles mehr. Etwas südlicher Richtung Ulcinj kann man übrigens auch gut surfen, dort befinden sich mehrere Camps.

Meine Familie fährt Jetski...

Ich lasse es langsamer angehen auf meinem Tretboot

Daneben werden sehr viele Bootstouren angeboten, die wirklich zu empfehlen sind. Sehenswert sind zum Beispiel Porto Montenegro oder die Bay of Kotor. Im Prinzip gibt es sehr viele Ziele, ob nach Budva, zu den blauen Höhlen, die Liste ist lang und es gibt immer wieder Neues zu entdecken, selbst für uns.

Außerdem kann man im Landesinneren sehr viel unternehmen und erleben, wir waren unter anderem im berühmten Kloster Ostrog.

Manastir Ostrog ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche. Das Kloster befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt Danilovgrad, woher meine Oma stammt. Auch dieses Kloster haben wir wieder besichtigt und ich bin noch immer beeindruckt vom Ort und dem Bau - es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie dieses Kloster im 17. Jahrhundert dort in dieser Höhe erbaut wurde. Es sieht so aus, als wäre es in den Berg gemeißelt.

Manastir Ostrog


Nationalpark Lovćen


Der Nationalpark Lovćen liegt im höchstgelegenen Teil des Lovcen Gebirges mit einer Fläche von mehr als 60 Quadratkilometern. Ins Leben gerufen wurde der Lovcen Nationalpark bereits 1952. Der Ausblick dort oben ist atemberaubend und man überblickt den größten Teil Montenegros aus einer Höhe von ca. 1.700 Metern Höhe und man findet hier neben vielen kulturellen und historischen Elementen eine tolle Naturlandschaft mit einer ganz außergewöhnlichen Flora.

Besuch des Njegoš- Mausoleums:


Wir haben vor einigen Jahren das Njegos Mausoleum im Lovcen Gebirge besichtigt und auch das kann ich jedem empfehlen. Es ist dort oben sehr beeindruckend und der Ausblick phänomenal.

Der Dichter und Philosoph Petar Petrović Njegoš, der auch heute noch der Stolz der Montenegriner ist, liegt begraben in einem Mausoleum im Nationalpark Lovcen auf einer Höhe von über 1.600 Metern. Dort waren wir vor einigen Jahren und es war ein Erlebnis. Allerdings muss man wissen, dass man das Mausoleum erst nach 461 Treppenstufen erreicht und es dort oben wirklich sehr kühl ist. Wir sind losgefahren von der Stadt Budva bei 38 Grad und hatten gerade mal 12 Grad oben auf dem Lovcen. Da habe ich mich nicht zwei Mal vom Team dort oben bitten lassen, die montenegrinische Landestracht meiner Vorfahren anzuziehen, da es wirklich kalt war.

Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass mein Bruder und ich zur Touristenattraktion wurden, da vor allem die japanische Touristen dachten, wir gehören zum Team dort, zumal wir die Landessprache sprechen :) 

Man beachte bitte den Ausblick hinter uns!



Sportlich in Montenegro


Es gibt unzählige Möglichkeiten, neben einem entspannten Strandurlaub einen Aktivurlaub in Montenegro zu erleben. Hier wird gerade im Landesinneren so Einiges geboten, zum Beispiel ist das Rafting in der Tara Schlucht ein Highlight. Die Tara ist mit ungefähr 1.300 Metern der tiefste und längste (78 km) Canyon Europas und die Tara-Schlucht ist Teil des UNESCO Weltnaturerbes.

In den Gebirgen Durmitor und Bjelasica beispielsweise könnt Ihr Skifahren, das Besondere hier ist, dass man dies im günstigsten Fall mit dem Strandurlaub kombinieren kann. Montenegro ist für mich ein Land der Extreme, so könnt Ihr zum Beispiel innerhalb eines Tages Ski fahren und Euch bei bestem Wetter an den Strand legen, so extrem ist der Temperaturunterschied.

Leider war die Zeit in Montenegro wieder mal viel zu schnell um und wir sind wieder zurück gefahren nach Vrbas, wo wir aber zum Glück noch noch viele Urlaubstage und traumhaftes Wetter hatten. Auch hier waren wir umgeben von etlichen Flüssen, Seen und Kanälen ständig im und am Wasser, was wir ausgiebig genutzt haben, denn sowohl ich als auch meine Kids sind richtige Sommerkinder.

Back in Vrbas:

Blick vom Sommerhaus eines Freundes

Carda Pescatore

Und hier war ich regelmäßig gegen Abend anzutreffen - den Tag bei einem Glas Wein und lieben Freunden am Wasser ausklingen lassen. Das ist ein tolles Fischrestaurant und der Besitzer stellt netterweise auch gerne mal ein paar Tische direkt am Wasser auf :)

Das Wetter war übrigens die ganzen fünf Wochen lang traumhaft, so dass wir die meiste Zeit, teilweise bis spät in die Nacht draußen verbracht haben. Da wir bewusst keinen Internet Anschluss im Haus haben, haben wir sehr viel mehr Zeit miteinander verbracht, mehr miteinander geredet und fast alles gemeinsam unternommen.

Insgesamt waren es wunderschöne fünf Wochen, die wir an unterschiedlichsten Orten verbracht haben. Fernab von jeglichem Stress und Alltag war es eine tolle Zeit.

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Urlaub! Wart Ihr dieses Jahr schon im Urlaub oder fahrt Ihr demnächst? Ich bin gespannt auf die Reiseziele!

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2 Kommentare

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