Donnerstag, 2. November 2017

Der Samsung POWERbot VR 7000 im Test - wir haben ihn richtig auf die Probe gestellt!

Ich teste zur Zeit den Samsung Powerbot VR 7000 Saugroboter.

Nachdem ich den Aufruf für den Test gelesen hatte, habe ich nicht lange gefackelt und mich beworben.





Ich liebäugle schon länger mit dem Kauf eines Saugroboters, allerdings war ich etwas überfordert mit der riesigen Auswahl von Geräten, Herstellern, Saugleistung und so weiter. Dass die Geräte aus dem Niedrigpreissegment nicht wirklich zufrieden stellend reinigen, war schnell klar.


Da ich insgesamt Produkte von Samsung bevorzuge - angefangen von Smartphones, Tablet, Fernsehern bis hin zum großen Staubsauger im Haus sind die Geräte von Samsung.





Daher ist der VR 7000 Powerbot eine ganz klare Option für mich und ich habe mich für den zweiwöchigen Test beworben, auch wenn das Gerät im Anschluss nicht behalten werden darf und zurück geschickt werden muss.

Mir war einfach mal wichtig zu sehen, ob und wie die Reinigung mit einem Saugroboter funktioniert und ob das überhaupt etwas für mich ist. Vielleicht kommt so ein Roboter für mich gar nicht in Frage - wenn ich absauge, dann nämlich sehr gründlich. Den Anspruch habe ich auch an einen Saugroboter und ich bin froh über die Gelegenheit, ihn erst einmal eine Weile in Ruhe zu Hause ausprobieren zu können, bevor ich einen Fehlkauf mache.

Absaugen ist hier ein zentrales Thema. Definitiv nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber notgedrungen muss ich es mehrmals am Tag - dank drei Kindern, Hund, zwei Zwergkaninchen und riesiger Wohnfläche plus Dauerbesuch. 

Nebenbei bin ich berufstätig und habe eigentlich überhaupt keine Zeit und Nerven, mehrmals am Tag den Staubsauger zu schwingen. Daher dachte ich, der Powerbot könnte mir mein Leben erleichtern, meine Nerven schonen und vor allem Zeit sparen.

UVP des Powerbot: 719,- €


Unboxing:

Wir haben den POWERbot ausgepackt, im Lieferumfang enthalten sind neben dem Gerät die Dockingstation, Ladekabel und Fernbedienung.





Der POWERbot kann per Fernbedienung oder App gesteuert werden.








Der erste Eindruck: Wow. Der POWERbot hat ein sehr ansprechendes, innovatives Design und  muss definitiv nicht im Schrank versteckt werden. Bei uns steht er daher nun im Wohnzimmer neben dem Kamin, dort ist seine Dockingstation aufgebaut.

Inbetriebnahme:

Die Inbetriebnahme ist recht schnell erledigt und fast selbsterklärend - trotzdem habe ich mir zunächst das gut beschriebene Handbuch durchgelesen.

Die Einrichtung ist schnell erledigt - Docking Station anschließen, App starten und die Verbindung zwischen Smartphone und POWERbot wird automatisch und schnell hergestellt. Für die Nutzung der Samsung Smart Home App benötigt man einen Samung Account, der schnell eingerichtet ist. Ich habe schon lange einen, da alle unsere Smartphones und Fernseher von Samsung sind. Mit der Samsung Smart Home App lassen sich übrigens auch andere Samsung Haushaltsgeräte steuern.



Der POWERbot in unserem Alltagstest:


Der POWERbot VR7000 ist mit seiner Höhe von 97 mm Höhe besonders flach. So kann er auch schwierig zu erreichende Flächen wie unter Sofas oder Betten reinigen. So kommt er im ganzen Haus gut zurecht und schafft es auch, unter unseren Betten gründlich zu reinigen. Das ist eine riesige Arbeitserleichterung, gerade bei großen Betten musste ich sie früher immer mit dem Staubsauger umrunden, da das Saugrohr zu kurz war.

Lediglich meine Couchlandschaft ist für den Powerbot dann doch zu niedrig, hier kommt auch kein normaler Staubsauger heran.

Mit der Point Cleaning Funktion kann ich den POWERbot mit einem Laserpointer genau anzeigen, wo er reinigen soll. Das ist in der Hinsicht praktisch, wenn ich nur einen ganz bestimmten Bereich gereinigt haben möchte. Das ist bei uns mehrmals am Tag der Teppich unter dem Couchtisch, der irgendwie permanent vollgekrümelt ist...

Die Point Cleaning Funktion ist ein tolles Feature, dass ich häufig nutze, um mal eben ein kleines Malheur zu beseitigen wie eine ausgekippte Schale mit Streuseln, die ich gestern in der Küche vorgefunden habe...Der Powerbot hat schnell auf den Laserpointer am Boden reagiert und ist ihm fleißig und präzise ohne Abweichungen gefolgt. Er hat es in kurzer Zeit geschafft, die Zuckerstreusel restlos zu entfernen.

Streusel und Krümel en masse





Alles perfekt gereinigt


Die Saugbürste besticht mit einer Breite von 278 mm und ist damit deutlich breiter als die Bürsten diverser anderer Saugroboter anderer Hersteller.

Die Leistung des POWERbot passt sich übrigens automatisch der Oberfläche an, die gerade gereinigt wird. Fährt er auf unsere Teppiche, dreht er auf. Mit Schmutz auf Teppichen wird der POWERbot übrigens spielend fertig und das Ganze wird wirklich restlos sauber.


Für den Test haben wir unseren Bot auf die Probe gestellt. Im Wohnzimmer befindet sich unter dem Couchtisch ein Teppich, der irgendwie permanent voll gekrümelt ist. Gerade wenn die Kids auf der Couch sind und beim Fernsehen knabbern, landet die Hälfte auf dem Teppich. Ich war anfangs skeptisch, ob der POWERbot das Sammelsurium an kleinen und großen Krümeln, Chips und Co. schafft.




Ganz klar: Er schafft es. Und zwar ohne Probleme. Er nimmt das Desaster in einem Sauggang auf.






Am Wochenende habe ich den Powerbot noch vom Bett aus im ersten Stock aus per App und Wi Fi Smart Control gestartet und ihn seinen Saugdurchlauf im Erdgeschoss machen lassen. Nachdem ich aufgestanden, geduscht und mich fertig gemach habe, war auch der Powerbot fertig mit Absaugen. Das ist richtiger Luxus - herunter kommen und Kaffee trinken in der sauberen Küche, ohne sich ums Absaugen zu kümmern. Das habe ich in der Vergangenheit nämlich grundsätzlich jeden Tag gemacht - bei drei Kids plus Haustieren wird hier permanent abgesaugt.

Die Steuerung per Wi Fi Smart Control ist einfach und funktioniert aus dem ganzen Haus aus, egal, wo ich mich gerade befinde (wir verfügen über drei Stockwerke).

Es gibt übrigens verschiedene Reinigungsmodi:
  • Automatische Reinigung: Der Powerbot reinigt auf Knopfdruck automatisch.
  • Punktsaugen: Intensive Reinigung einer bestimmten Fläche, die man dem Bot per Laserpoint auf dem Boden anzeigt.
  • Wiederholte Reinigung (Repeat): Der Powerbot reinigt so lange, bis der Akku leer ist.
  • Handsaugen: Mit den Pfeiltasten auf der Fernbedienung lässt sich das Gerät direkt und per Hand steuern.

Saugleistung:

Die Saugleistung des Powerbot ist sehr ordentlich - er hat alle zu reinigenden Flächen und Bodenbeläge gründlich gereinigt. Bereits nach kurzer Zeit hat sich erstaunlich viel Staub und Schmutz im Behälter angesammelt, obwohl einen Tag vor dem ersten Test gründlich manuell abgesaugt wurde.

Auch die Tierhaare, insbesondere die Borstenhaare unseres Hundes wurden zuverlässig abgesaugt - die sind für viele andere Staubsauger ein Problem. Gerade, wenn sie sich auf Teppichen und Polstermöbeln befinden. Dann stecken sie regelrecht fest. Der Powerbot entfernt sie hingegen souverän.

Das hat mich auf die Idee gebracht, unsere Couchlandschaft vom Powerbot absaugen zu lassen. Gesagt, getan: Powerbot auf die Couch platziert und losgelegt. Meine Kinder hatten die ganze Zeit Angst, dass er abstürzt - der Powerbot ist aber nur bis an die äußerste Kante gekrabbelt und ist nicht gefallen, sondern hat die Gefahr erkannt. Gleiches gilt für unsere oberen Stockwerke - wenn das Gerät oben absaugt, wagt sich der Powerbot bis an die Treppenkante und dreht sofort wieder um.







Dafür hat er aber auch meine Couch gründlich sauber bekommen - top!


Die sogenannte Edge Clean Master-Technologie sorgt dafür, dass in Ecken und an Zimmerwänden entlang gründlich gesaugt wird. Zum einen verfügt der Powerbot über eine ganz vorne sitzende Bürste, die schon sehr gut in Ecken klar kommt. Darüber hinaus gibt es auch noch eine spezielle Wanderkennung und eine ausfahrbare Lamelle (Edge Clean Master Lamelle).


In der Praxis sieht das Ganze so aus:

Der Powerbot fährt ganz bis an die Kante heran und saugt, dann wird die Lamelle noch heraus gefahren, die praktisch den Schmutz aus der hintersten Rille heraus schabt. Auf dem Foto sieht man besonders gut, wie der Powerbot förmlich an der Ecke klebt, das Ausfahren der Lamelle kann man hören.





Das funktioniert gut, ich habe den Bot auf die Probe gestellt und ganz nah an der Wand Mehl verstreut. Nach seinem Sauggang hat der Powerbot auch diese Mehlspuren erfolgreich lokalisiert und beseitigt. Insgesamt sind tatsächlich auch die schwer zugänglichen Ecken gründlich sauber.







Visionary Mapping™ Plus System

Der Powerbot verfügt über mehrere Sensoren und einer integrierten Digitalkamera und er erstellt so eine vollständige Karte meines Hauses. Auf der Grundlage wird der effizienteste Pfad berechnet, den der Powerbot letztlich abfährt.

Beim ersten Testlauf habe ich mich über das unkoordiniert wirkende herumfahren des Powerbots gewundert - es war etwas wirr. Bis mir klar wurde, dass er erst die Lage und das Zimmer sondiert, bevor er richtig anfängt zu saugen.


Staubbehälter:

Er fasst mit seinen 0,3 Litern Inhalt ordentlich Schmutz. Sehr gut finde ich, dass er sich auf der Oberseite befindet und durchsichtig ist - so kann ich jederzeit sehen, wann er entleert werden muss.







Nach dem ersten Saugdurchlauf der POWERbot war ich sehr überrascht - das Haus wurde einen Tag vor Testbeginn gründlich durchgesaugt. Am Folgetag hat der POWERbot dann seinen ersten Saugdurchlauf im Erdgeschoss gehabt und im Anschluss war der Staubbehälter ziemlich voll. Der Roboter hat ganze Arbeit geleistet und auch Ecken angefahren, die meine Familie beim Absaugen völlig ignoriert.


Reinigung:

Selbstreinigende Bürste

Die innovative, selbstreinigende Bürste erspart lästigen manuellen Reinigungsaufwand beim Reinigen des Saugroboters: Haare, die sich um die Bürste wickeln, werden automatisch zerkleinert und eingesaugt. Das sorgt bei mir für richtige Begeisterung - sowohl ich als auch meine Tochter haben sehr lange Haare. Und so eine Bürste manuell zu reinigen hat mich in der Vergangenheit zur Verzweiflung gebracht. Die Bürste ist nach mindestens 20 Saugdurchläufen immer noch frei von Haaren:





Der Staubehälter ist einfach und schnell gereinigt, er wird einfach auf Knopfdruck entnommen. Der Deckel des Staubbehälters wird abgenommen und der Staub aus dem Staubbehälter und Zyklonfilter einfach ausgeschüttet bzw. abgeklopft. Der Zyklonfilter, der unter dem Deckel des Staubbehälters sitzt, wird einfach ausgewaschen, genau wie der Staubbehälter selbst. Alles in allem ist die Reinigung einfach und schnell erledigt.


Zeitprogrammierung:

Man kann auch einen festen Zeitplan und Uhrzeit programmieren. Einmal festgelegt, startet der Powerbot das Absaugen zur festgelegten Uhrzeit automatisch. Das funktioniert auch, wenn man unterwegs ist.


Akkulaufzeit:

Der Akku des POWERbot  hält lange durch - er hat eine Stunde problemlos durchgehalten. Gesaugt hat er übrigens im Normalmodus, im Flüstermodus dürfte der Akku noch länger durchhalten, im Turbomodus etwas weniger.


Lautstärke:

Ich würde den POWERbot als mittel laut bezeichnen- im Vergleich zu meinem Akku Staubsauger ist er aber definitiv leiser. Wenn der Akku Sauger lief, war der Fernseher beispielsweise nicht mehr oder kaum noch zu hören. Läuft der POWERbot im Normalmodus, ist der Fernseher auf normaler Lautstärke immer noch zu hören.

Neben dem Normalmodus gibt es noch einen Flüsterbetrieb, hier saugt der Powerbot leise vor sich hin.

Insgesamt ist die Lautstärke in Ordnung, man kann sich unterhalten, selbst wenn der Bot im Normalbetrieb seine Runden zieht, im Turbomodus wird es dann aber doch ziemlich laut.


Aufladen:

Der Powerbot lädt auf seiner Dockingstation. Man kann ihn via App oder Fernbedienung einfach per Knopfdruck zum Aufladen schicken. Das funktioniert sehr gut - schickt man den Bot zum Aufladen, unterbricht er sofort das Absaugen und macht sich gezielt ohne Umwege zur Dockingstation, die er sofort findet und darauf fährt.

Der Ladevorgang wird sowohl am Powerbot als auch auf der App angezeigt. In der App wird der Ladefortschritt dargestellt, ebenso findet man die Mitteilung, wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist. Auf dem Powerbot steht "FULL".






Der Powerbot steuert seine Dockingstation übrigens selbstständig an, wenn der Akku fast leer ist. Dann wird der Saugvorgang automatisch unterbrochen und das Gerät fährt von allein zum Aufladen.

Der Powerbot gibt durch Tonsignal an, wenn er auf der Dockingstation ist und der Ladevorgang startet. Den Ton kann man aber auch ausstellen.

Das Aufladen selbst geht ziemlich zügig, nach etwas weniger als zwei Stunden ist der Powerbot vollständig geladen.

Weitere Features:

Easy Pass™-Räder

Der POWERbot ist ausgestattet mit den sogenannten Easy Pass Rädern, die ihn Hindernisse wie beispielsweise  Teppichkanten leicht überwinden lassen. Mit der beweglichen Radaufhängung wurde die Bodenfreiheit erhöht.






So soll ein Verheddern mit Kabeln verhindert werden und genau das war anfangs meine Befürchtung, sobald der Powerbot auf ein Kabel zufuhr. Davon haben wir hier reichlich. Die Hürden hat das Gerät mit Bravour gemeistert - der Powerbot ist souverän über alle Kabel gefahren, ohne sich irgendwo zu verheddern. Er kommt mir immer vor wie ein kleiner Monstertruck, wenn er bei Hindernissen einfach hochkippt.


Fazit:

Ein leistungsstarker Saugroboter, der es schafft, auch in Ecken gründlich zu reinigen. Das Reinigungsergebnis ist mehr als zufrieden stellend und auch kleine Hürden wie Kanten und Kabel meistert der Powerbot spielend.

Die Reinigungsleistung wird dem Untergrund entsprechend angepasst, so dass man nur das Auto Programm starten muss und der Rest wird vom Saugroboter im Alleingang erledigt. Teppiche und Polster werden gründlich sauber.

Ich war Saugrobotern gegenüber immer etwas skeptisch und wurde vom Samsung Powerbot nun aber eines Besseren belehrt. Mit den Tierhaaren wird er besser fertig als manch normaler handbetriebener Staubsauger.




Auch wenn ich von Anfang an wusste, dass das Gerät zurück geschickt werden muss, fällt der Abschied wirklich schwer – schließlich hat der Powerbot mir in den letzten zwei Wochen das Leben ganz eindeutig erleichtert und meine Nerven geschont. Selbst abgesaugt habe ich seitdem übrigens nicht mehr. Stattdessen hatte ich mehr Zeit für sinnvollere Dinge – während mein Bot das Absaugen erledigt, gehe ich einkaufen, ruhe mich aus, spiele mit den Kids oder lese ein Buch.

Eine ganz klare Empfehlung für den Samsung Powerbot.



Verfasst von Mihaela. Zuletzt geändert am 2.11.2017

Kommentare:

  1. Das ist ja ein Powerding, ich würde es nicht abgeben, brenne durch mit ihm ;-)Tolle Beschreibung!

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    1. Das ist mal einen Idee Antje :) Durchbrennen klingt gut - gerade jetzt, wo ich gesundheitlich so angeschlagen bin, ist der Powerbot mein bester Freund und hilft mir, wo er kann :-D

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  2. Hallo Mihaela,

    cooles Teil, meine Sohn hat auch einen :) wir haben zuviel Ecken und es steht auch zuviel, da kommt er nicht überall durch, aber sonst wäre das auch was für mich :) Schöne Vorstellung !

    LG und schönes WE
    Katrin

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    1. Danke Katrin! Ich habe zum Glück fast freie Bahn (bis auf ein bestimmtes Kinderzimmer....). Bei mir kann sich der kleine Bot richtig ausleben. Wenn ich die Stühle etwas zur Seite schiebe, schafft er auch den kompletten Essbereich. Ansonsten hat er freie Fahrt und ich Freizeit :)

      Liebe Grüße
      Mihaela

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